Die ökologische Tierhaltung

Ganzheitlich, tiergemäß, nachhaltig

Artgerechte Haltungs- und soziale Produktionsbedingungen sind die Grundpfeiler der ökologischen Tierhaltung. Die Produktionsziele sind auf eine hohe Lebensdauer und eine stabile Tiergesundheit ausgerichtet. So sichern die Standards der biologischen Anbauverbände tiergerechte Platzverhältnisse, Weidegang und Sozialkontakt.

Die Voraussetzungen einer stabilen Tiergesundheit und einer hochwertigen Produktqualität sind das „tierische“ Wohlbefinden und eine durchgängige Fürsorge des Landwirts. Besonders die Richtlinien der Anbauverbände stehen für artgerechte Haltungsstrukturen mit einer hochwertigen Tierernährung und einer alternativen Gesundheitspflege.

Bio ist nicht gleich Bio

Gut zu wissen: Die Vorgaben des europäischen Bio-Siegels zur Tierhaltung unterscheiden sich enorm von den Richtlinien der Öko-Anbauverbände wie Demeter, Bioland und Co. Um deren Siegel zu erhalten, müssen landwirtschaftliche Betriebe sehr viel anspruchsvollere Haltungsstandards erfüllen.

  • Tierisch gut
  • Der nachhaltige Ansatz
  • Transparenz und Qualität
  • Gesundheitsmanagement auf ökologisch
  • Leben in Naturkreisläufen

Leben in ökologischen Strukturen

Die Richtlinien der Anbauverbände sichern die Herdengebundenheit, eine vielfältige Umgebung, natürliches Licht und frische Luft. So verbringen Rinder grundsätzlich den Sommer auf der Weide. Im Laufstall ermöglichen ihnen ausreichende Platzverhältnisse ihr Sozialverhalten auszuleben. Das Geflügel genießt Sonnen- und Sandbäder; Schweine dürfen ausgiebig suhlen und im Boden wühlen – die Richtlinien der Anbauverbände regeln für sie einen natürlichen Auslauf und verbieten das Einziehen von Nasenringen, wie das kupieren von Schnäbeln. Die Vorgaben der Anbauverbände gehen weit über den Bedarf von Rind, Geflügel und Schwein hinaus – ihre Standards sichern ebenso die artgemäße Haltung von Bienen, Fischen,Wild und weiteren Nutztierarten.

Produktion unter Respektierung der Umweltkreisläufe

Die ökologische Landwirtschaft ist geprägt vom ganzheitlichen Gedanken. Das Handwerk des Bio-Bauern basiert auf dem Vorbild der natürlichen Kreisläufe. Feldanbau, Futterproduktion, Tierbesatz und Düngung werden in gegenseitiger Abhängigkeit geplant und aufgebaut.

Die ökologische Landwirtschaft bindet die Tierzahl des Betriebes an die hofeigene Futterproduktion. Durch diesen flächengebundenen Tierbesatz fällt allein so viel Dünger an, wie die Anbauflächen des Hofes aufnehmen können – das vermeidet eine Überdüngung und ein Auswaschen der Stoffe in die Gewässer. Der Futterbedarf der Tiere folgert eine vielfältige Fruchtfolge mit Zwischenfrüchten und Stickstoff-bindenden Pflanzen – eine wichtige Grundlage eines gesunden Wachstums und zur Erhaltung der Bodenqualität.

Natürlichkeit für eine sichere Nahrungskette

Das Ziel einer rückstandsfreien Lebensmittelkette beginnt bei der Fütterung des Tieres. Die hofeigene Futterproduktion garantiert eine naturreine Tierernährung – frei von Pestiziden, synthetischen Düngern und gentechnisch veränderte Pflanzen.

Eine art- und bedarfsgerechte Tierfütterung dient der Gesunderhaltung des Tieres. Der Viehbestand am Hof orientiert sich grundsätzlich am Umfang der eigenen Futterproduktion. Ist ein Zukauf von Futtermitteln notwendig, ist dieser allein von ökologischen Betrieben gestattet.

Wenige Futtermittel dürfen – im Fall von Mangelerscheinungen – von konventionellen Betrieben zugekauft werden. Diese Ausnahmen werden durch die Richtlinien der jeweiligen Anbauverbände streng reglementiert und durch die Ökokontrollstellen überwacht. Gentechnisch veränderte Futtermittel sind nicht erlaubt.

Robuste Anlagen und alternative Behandlung

Basis einer stabilen Tiergesundheit sind eine artgerechte Fütterung, eine wesensgemäße Haltung und eine gute Zucht. Biologisch arbeitende Betriebe setzen Medikamente allein zur Krankheitsbehandlung ein – eine prophylaktische Medikamentengabe ist nicht zulässig; Leistungsförderer sind nicht erlaubt.

Eine artgerechte Haltung, eine ausgewogene Fütterung und der leistungsgerechte Einsatz erhält die Tiere stark und gesund – kräftezehrende Produktionshöchstleistungen sind bei Biotieren tabu. Muss ein Tier medizinisch versorgt werden, fordern die Richtlinien der Anbauverbände den Vorzug alternativer Behandlungsmethoden – herkömmliche Medikamente sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Setzt der Tierarzt eine medikamentöse Therapie ein, darf das tierische Erzeugnis – sei es Milch, Fleisch oder Ei – erst nach einer doppelten, gesetzlich vorgeschriebenen, Wartezeit in die Lebensmittelkette gelangen.

Das Leben in Naturkreisläufen – eine Herausforderung für die Tierzucht

Eine naturnahe Tierhaltung stellt veränderte Anforderungen an die gängigen Zuchtideale – Langlebigkeit, Widerstandskraft und Vitalität stehen im ökologischen Landbau im Vordergrund.

Das Leben in und mit der Natur erfordert widerstandsfähige Tiere. Ziele der ökologischen Tierzucht sind dem zufolge eine lange Lebensleistung, eine stabile Gesundheit und eine hohe Vitalität. Die Nutzung alter Rassen und Rückkreuzungen auf robuste Tiere sind aus diesem Grund obligat – weg von der Hochleistung, zurück zum vielseitigen Tier. Mit der Förderung alter Rassen leistet die ökologische Viehwirtschaft einen wesentlichen Beitrag im Erhalt der genetischen Vielfalt. Die Richtlinien der Anbauverbände stehen für die Fortpflanzung im Natursprung. Embryotransfer und Klonen sind verboten.

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